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Washington:
Grossdemo gegen Irak-Krieg
Ermutigt durch den
Widerstand im US- Kongress gegen eine Truppenaufstockung haben in
Washington zehntausende Menschen für einen US-Abzug aus dem Irak
demonstriert. Unter den Demonstranten waren zahlreiche Prominente wie
Sean Penn, Jane Fonda oder Susan Sarandon.
An der Kundgebung in Washington mit anschliessendem Protestmarsch
nahmen etwa 1600 Organisationen teil. Die Demonstranten waren mit
Bussen aus allen Teilen der USA angereist, unter ihnen auch Familien
von Irak-Soldaten und Militärangehörige selbst, die allerdings
entsprechend geltender Vorschriften nicht in Uniform protestieren
durften.
Zu den prominentesten Rednern bei der Demonstration gehörte die
einstige Anti-Vietnamkriegsaktivistin Jane Fonda. «Ich habe seit 34
Jahren auf keiner Protestaktion gegen einen Krieg mehr gesprochen,
weil ich nicht wollte, dass die über mich verbreiteten Lügen den
Anliegen schaden», rief Fonda der Menge zu. «Aber Schweigen ist nun
keine Option mehr.»
Auch die Schauspieler Susan Sarandon, Tim Robbins, Danny Glover, Rhea
Perlman und der schwarze Bürgerrechtler Jesse Jackson hatten sich als
Sprecher angesagt. Viele der Teilnehmer trugen Plakate mit
Aufschriften wie «Kein Geld mehr für den Krieg» und «Stoppt das
Sterben im Irak».
Die Demonstration galt aber nicht nur Präsident George W. Bush, der
vor kurzem die Entsendung zusätzlicher 21 500 Soldaten in den Irak
beschlossen hatte. Darüber hinaus wurde der seit kurzem demokratisch
beherrschte Kongress dazu aufgerufen, alles in seiner Macht Stehende
zu tun, um einen Truppenabzug aus dem Irak zu erreichen.
Im Senat soll voraussichtlich in der kommenden Woche über eine
Resolution gegen die Truppenaufstockung abgestimmt werden. Sie ist
allerdings nicht bindend, was viele der Demonstranten am Samstag als
unzureichend anprangerten.
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